Die Gilde der Abraxa


Die Künstlergruppe “Abraxa”, im September 2006 durch Gerhard W. Schmidbauer und Sebastian Gärtner ins Leben gerufen, erfuhr im Herbst 2007 ihre endgültige Konstituierung. Beim ersten Symposium der Gruppe, die währenddessen mit Tanja Zauner und Hannes Patta zu vier Personen herangewachsen war, wurde nicht nur zahlreiches Bild- und Textmaterial produziert, sondern vor allem das Wesen der Gruppe sowie deren Organisation und Aufgaben definiert. Im Zuge des Leonsteiner Symposiums fand außerdem die erste Gemeinschaftsausstellung der vier Gildenmitglieder statt.

Basierend auf der mythologischen Gottheit Abraxas und deren Interpretation, insbesondere durch Hermann Hesse, entschieden sich die Mitglieder für diesen Namen. Im altgriechischen beträgt der Zahlenwert des Wortes Abraxas 365 und repräsentiert somit die absolute Einheit, die dem Wesen Abraxas immanent ist. Durch die Ausklammerung des letzten Buchstabens, also des “s”, wird der Wert abgestuft und die Einheit als für menschliche Begriffe unerreichbar definiert. Dieser Buchstabe erhält jedoch seine Projektionsfläche in der Schrift, die als wichtigster kultureller Baustein angesehen wird, und, gepaart mit dem Menschen, eine Illusion der Einheit vermittelt. Nicht zuletzt aus diesem Grund spielt die Schrift innerhalb der Abraxagilde, eine der darstellenden Kunst ebenbürtige Rolle.


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Winterkönig Han
378 p.i.d.m.



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