Die Gilde der Abraxa


Die Bezeichnung als Gilde soll den Charakter der Kunst als elitäres Medium des Elfenbeinturmes grundsätzlich in Frage stellen und sie vor allem in das Licht des prozesshaften Tuns stellen, ja, sie schließlich vom Museum auf die Straße tragen.

Dabei soll auch das historische Kunstprinzip nicht außer acht gelassen werden, in dessen Wurzeln die Malerei als spirituelles Darstellungsmedium der nicht präzisierten Grenzerfahrung fungiert, und nicht nur das Produkt des Bildes, sondern auch der Schaffensprozess an sich kultischen Charakter besitzt. Das Bild diente immer zur Versenkung, zur Andacht, sein Charakter war nie jener ökonomischer Zweckmäßigkeit, sein Charakter ist an sich kein politischer. Die Instrumentalisierung der Kunst für politische Zwecke und selbst die kritisch politisierende Kunst werden in der asketischen Kunstbegrifflichkeit der Abraxa abgelehnt. Die Kunst ist im Moment, hält den Moment, die Zeit fest, vermittelt den Eindruck absoluter Sinnlosigkeit und gleichsam unentbehrlicher Einheit, und darf nicht durch Aussagen religiöser, politischer oder gesellschaftskritischer Natur verfälscht und zweckentfremdet werden.


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Winterkönig Han
378 p.i.d.m.



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